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BILDUNG & WISSEN · SPECIAL


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INKA Stadtmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 191/2025 vom 01.04.2025

Künstler & Kunsterzieher Christian Vögtle im INKA-Interview

Wenn die siebte Klasse absolviert ist, stehen die Schüler am Karlsruher Max-Planck-Gymnasium vor der großen Profilentscheidung. Neben dem naturwissenschaftlichen oder sprachlichen Profil sowie einem Schwerpunkt auf „Informatik – Mathematik – Physik“ steht in Rüppurr auch die Bildende Kunst als Profilfach zur Wahl. Was die Schüler dort erwartet, hat der seit 2018 am MPG unterrichtende freie Künstler und Kunsterzieher Christian Vögtle (geb. 1990 in Pforzheim, www.christianvoegtle.com) INKA-Redaktionsleiter Patrick Wurster erläutert.

INKA: Sie haben Malerei und Grafik an der Kunstakademie Karlsruhe in der Klasse von Prof. Erwin Gross, Matthias Bitzer, Prof. Julia Müller und Prof. Axel Heil sowie an der Universitat de Barcelona studiert, außerdem noch Germanistik am KIT – wie kamen Sie zum Lehramt?

Christian Vögtle: Wie bei vielen Lehrkräften liegen meine Anfänge in der Jugendarbeit, die ich mehr als zehn Jahre ehrenamtlich ausgeübt habe und die mich sehr stark geprägt und bereichert hat. Insofern stand für mich schnell fest, dass ich neben der künstlerischen Praxis auch mit jungen Menschen arbeiten und diese auf ihrem Weg begleiten möchte. Daher entschied ich mich für das beide Seiten vereinende Lehramtsstudium Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie sowie Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

INKA: Welche Neigungen, Begabungen und sonstigen Voraussetzungen sollte man für einen Leistungskurs Kunst am MPG mitbringen, wie darf man sich die gelehrten Inhalte und den Unterricht konkret vorstellen und welche Benefits haben BK-Profilschüler am Ende der zehnten Klasse?

Vögtle: Grundsätzlich sollte man offen sein für Neues. Das beinhaltet neben der eigenen künstlerischen Entfaltung auch die Auseinandersetzung mit kunstwissenschaftlichen und kunsthistorischen Themen. In den schriftlichen Klausuren werden analytische und interpretatorische Fähigkeiten sowie ein adäquater und sicherer sprachlicher Ausdruck vorausgesetzt. Ebenso sollte man bestimmte künstlerische Fertigkeiten mitbringen und sich gerne künstlerisch ausdrücken – auch außerhalb der Schule. Kreativität, Neugierde und Begeisterungsfähigkeit, Resilienz und Disziplin sind ebenfalls gute Grundvoraussetzungen. Wenn man unsicher ist, ob man für den BK-Leistungskurs geeignet ist, sollte man sich im Vorfeld mit einer BK-Lehrkraft austauschen. Im Fach Bildende Kunst gibt es drei Schwerpunktthemen, die regelmäßig wechseln und verschiedene Bereiche wie Bildhauerei/Plastik, Malerei/Grafik/Fotografie oder Architektur abdecken. Hinzu kommen vorgegebene Epochen und Kunstschaffende, die diesen zugeordnet sind. Die BK-Lehrkraft wählt vorab zwei der drei Themen aus, die dann in den vier Kurshalbjahren fachpraktisch und theoretisch behandelt werden und Bestandteil des Abiturs sind. In der Fachpraxis werden bspw. verschiedene Mal-,Zeichen-,Modellbau-oder Plastiziertechniken eingeübt und in kleineren und größeren Aufgaben vertieft; die Theorieklausuren bestehen zumeist aus einer schriftlichen Werkbetrachtung oder einem Werkvergleich, bei denen die drei Anforderungsbereiche Wiedergabe, Analyse und Transfer/ Kontextualisierung abgeprüft werden. Im Vorfeld des Abiturtermins bereiten wir die Lernenden zudem in Form einer mehrstündigen Prüfungssimulation bestmöglich vor. Vorteile des BK-Profils am MPG sind eine vertiefte Beschäftigung mit praktischen und theoretischen Inhalten, eine hervorragende Ausstattung, die Teilnahme an Wettbewerben, das Belegen von künstlerischen Wahlpflicht-Vertiefungskursen in den Klassen neun und zehn, Kooperationen mit dem ZKM, der Kinemathek, der Städtischen Galerie oder dem Badischen Landesmuseum, Ausstellungsbeteiligungen, zahlreiche Exkursionen u.v.m. Als eines der ersten Gymnasien in Baden-Württemberg konnten wir zudem die in der Corona-Pandemie eingeführten iPads erfolgreich in Klausuren und im mündlichen Abitur einsetzen. Gerade bei Werkbetrachtungen ist es ein großer Vorteil, den Lernenden das Bildmaterial in hoher Auflösung zur Verfügung stellen zu können. Teilweise fragen wir hierfür eigens bei den entsprechenden Institutionen an.

INKA: Durch Ihr Monitoring holen Sie sich das Feedback der Schüler ein – wie sind ihre gegenseitigen Erfahrungen?

Vögtle: Jedes Fach profitiert von einer partizipativen Herangehensweise. Die Grundidee ist, den Unterricht an die Lernenden anzupassen, nicht umgekehrt. Feedback einzuholen, ist ein essenzieller Bestandteil meiner Arbeit. So frage ich zu Beginn des Schuljahres in jeder Klasse ab, wo die Lernenden gerade stehen, was sie beschäftigt und interessiert, welche Sozial-und Arbeitsformen sie gut bzw. weniger gut finden usw. Davon hängt ab, wie ich den Unterricht gestalte. Am Ende des Schuljahres dürfen mir die Lernenden immer ein freiwilliges und anonymes Feedback geben und meine Arbeit bewerten. So konnte ich bereits viele Punkte verändern, die ich ohne die Rückmeldungen nicht erfahren hätte. Die Lernenden profitieren von einem Unterricht auf Augenhöhe, werden ernst genommen und tragen aktiv zur Unterrichtsatmosphäre und zum Lernerfolg bei.

INKA: Sie sind seit 2020 Dozent für Malerei und Grafik im Rahmen der Kulturakademie der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und seit ’24 außerdem Referent für Bildende Kunst am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) an der Außenstelle Schloss Rotenfels bei Gaggenau, haben ein Atelier auf dem Gelände des Kulturzentrums Kulturdose, befassen sich neben der Malerei auch mit Zeichnung und Fotografie, haben mehrfach ausgestellt u.a. 2022 bei der „Zart“. Was ist Ihr favorisiertes Genre und wie bleibt angesichts Ihres Stundenplans überhaupt noch Zeit, selbst künstlerisch tätig zu werden?

Vögtle: Ich empfinde es als äußerst gewinnbringend, neben dem Beruf weiterhin künstlerisch zu arbeiten bzw. mich mit künstlerischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. So kann ich das Fach Bildende Kunst den Lernenden einerseits authentisch vermitteln und mich andererseits persönlich und fachlich weiterentwickeln. Wenn es die Zeit zulässt, versuche ich etwa zweimal pro Woche im Atelier zu arbeiten. Natürlich hängt das vom jeweiligen Workload an der Schule und am ZSL sowie einer guten Organisation ab. Basis meiner Arbeiten sind globale, suburbane Grundstrukturen und Fragmente zivilisatorischer Agglomeration, die ich auf Reisen oder im Alltag sammle und in Malereien, Fotografien, Grafiken und Zeichnungen aufgreife, kombiniere oder verfremde. Diese werden an der Wand oder im Raum zu komplexen Installationen arrangiert, die neue Denk-und Anschauungsprozesse anstoßen und eine „Essenz des Unmittelbaren“ schaffen. Die so abgebildeten Realitäten lösen sich von ihrer Materialität und erscheinen abstrakt, zeit-und ortlos und dadurch innovativ und visionär.

7x7 – Sieben Kreative in sieben Minuten

Bei diesem mittlerweile jährlichen K3-Format haben sieben Karlsruher Kreative sieben Minuten Zeit für einen Pitch. Wer kreative Unternehmen kennenlernen möchte, sich für Geschäftsmodelle und Ideenumsetzung sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft interessiert, sich in Karlsruhe vernetzen oder einfach einen unterhaltsamen Abend genießen möchte, darf sich diesmal freuen auf Moderatorin und Eventdesignerin Juliane Langer, „Die Anekdotensammlerin“ und Biografin Edith Chassein, Singer/Songwriterin und Entertainerin Michele Mahn, die Kreativagentur Kultunauten, Motiondesignerin Swantje Wenz vom Gretel Studio, Werbetexter und Storyteller Michael Otto sowie Künstlerin und UX/UI-Designerin Carina Heilig.

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· Di, 1.4., 19 Uhr, Tollhaus, Eintritt frei

K3-Kongress „Kreativstart“

Beim K3-Kongress „Kreativstart“ greifen Topspeaker aus dem gesamten Bundesgebiet die Megatrends und andere aktuelle Themen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft auf. Am ersten Tag auf dem Programm stehen Vorträge von Bastian Allgeier („Kirby CMS: Vom Experiment zum Langzeitprojekt“), Bestsellerautorin Marlene Hellene („Vom Tweet zum Buch“), Gründerin Jennifer Reaves („Burnout? Bitch Please! Mein Weg von der totalen Erschöpfung zur Empowerment Ikone!“), Salesstratege und Unternehmer Jan Fischer („Vom Bordstein zum Business: Mein Weg vom Nichts zum Serial Entrepreneur“), die Scripe-Co-Founderinnen Eva Egg und Carmen Jenny („Gründerinnen reden Klartext: Warum KI und Personal Branding mehr als nur Buzzwords sind“), Lena Rübelmann vom Mannheimer Gründerinnenzentrum GIG7 („Female Empowerment und gemischte Teams: Erfolgsfaktoren für modernes Unternehmertum“) sowie Codesphere-Gründer und -CEO Elias Schneider („Vom Karlsruher Tech-Startup in die Liga von Microsoft, AWS & Google“). Am zweiten Kongresstag finden wieder diverse Workshops im Festigungs- und Expansionszentrum statt.

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· Di Mi, 1. 2.4., Tollhaus &Fux, www.kreativstart.net

Feridun Zaimoglu & Katharina Hagena

Mit seinem neuen Roman „Sohn ohne Vater“ stellt sich Feridun Zaimoglu die Frage, wie wir uns an jene erinnern, die uns am nächsten stehen – und doch manchmal seltsam fremd erscheinen (Di, 1.4., Foto: Melanie Grande). Katharina Hagenas bewegend-vielschichtiger Generationenroman „Flusslinien“ erzählt mit Wärme, sprachlicher Kraft und feinem Witz von zwölf Frühsommertagen in einer Seniorenresidenz an der Elbe, die für die 102-jährige Stimmbildnerin Margrit Raven alles verändern (Di, 8.4.).

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· 19 Uhr, Literaturhaus im Prinz-Max-Palais (Stephanus-Koop)

TUM Campus Heilbronn: Girl’s & Experience Day

Studieren an der Technischen Universität München (TUM) am Campus Heilbronn bedeutet Internationalität und Exzellenz in familiärer Atmosphäre. Seit 2018 widmet sich die TUM hier den Herausforderungen und Chancen des digitalen Zeitalters. Zur Auswahl stehen fünf englischsprachige Studiengänge, die Management, Informatik und digitale Technologien kombinieren; das Angebot umfasst zwei Bachelor- und drei Masterprogramme. Am TUM Campus Heilbronn wird man nicht nur fachlich exzellent ausgebildet, sondern auch in der persönlichen Entwicklung gefördert. Dazu bietet die TUM ihren Studenten vielfältige Möglichkeiten, um Auslandserfahrungen zu sammeln. Unmittelbare Einblicke in den Bildungscampus und die technischen und naturwissenschaftlichen Studiengänge mit Campustouren und Schnuppervorlesungen gibt’s am „Girls’ Day“ (Do, 3.4.) und beim „Experience Day“ (27.6.); für jegliche Fragen zum Studium und darüber hinaus steht die Studienfachberatung Rede und Antwort.

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· chn.tum.de

KIT: Girls’ Day

Am „Mädchen-Zukunftstag“ stellt das KIT insbesondere die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik in den Vordergrund. In Workshops können Schülerinnen aller Schularten ab der fünften Klasse interaktiv mitarbeiten und bei Vorträgen von Wissen-schaftlern in zahlreiche Arbeits- und Berufsfelder hineinschnuppern. Dazu geben einige der rund 360 KIT-Azubis Einblicke in ihren Berufsalltag. Anmeld.: chg.kit.edu/girlsday.php.

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Do, 3.4., KIT-Campus Nord (Einführung 9 Uhr; Workshops & Vorträge ab 10.15 Uhr) & Süd (Einführung 9 Uhr, Workshops & Vorträge ab 11.30 Uhr), www.girls-day.de

Teresa Bücker

Zeit ist unser knappstes Gut. Dabei haben wir heute objektiv betrachtet mehr davon als je zuvor: Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken. In ihrem Buch „Alle Zeit: Eine Frage von Macht und Freiheit“ problematisiert Teresa Bücker den Umgang mit dieser Ressource, setzt sie in Kontext mit Gerechtigkeits- und Machtfragen und entwirft eine Vision für eine neue Zeitkultur, die für mehr Gerechtigkeit, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen könnte. Lesung mit Diskussionsrunde. (Foto: Paula Winkler) -pat Mi, 2.4., 19 Uhr, Jubez, Eintritt frei, Anmeld.: www.fes.de/ink/alle-zeit-2025

1. Nacht der Bibliotheken

Mit einem Programm zur ersten bundesweiten „Nacht der Bibliotheken“ lädt die Stadtbibliothek Karlsruhe mit ihren Stadtteilbibliotheken bei freiem Eintritt dazu ein, ihre vielseitigen Angebote völlig neu zu entdecken. So gibt’s z.B. in der Stadtteilbib Grötzingen einen Monstermaskenworkshop mit dem KIT-Klimamonster (14.30-16.30 Uhr, ab sieben Jahren) und in der Nordstadt lädt die Amerikanische Bibliothek zur „Sip’n Read“-Party (1920.30 Uhr). In der Kinder- und Jugendbibliothek läuft von 19 bis 21 Uhr (Einlass alle zehn Minuten) die Escape-Rallye „Entkomme der digitalen Bibliothek“ (ab zehn Jahren, max. vier Personen pro Gruppe). An junge Erwachsene wendet sich das Infoquiz „Bier & Besserwissen“, wo es mit den Jungs von Pöbelbräu um die Kunst des Craftbierbrauens made in Karlsifornia geht. Moderator Björn Springorum führt mit Witz und Charme durch drei Quizrunden mit den Schwerpunkten Popkultur, Literatur und Sprache sowie „Unnützes Wissen Karlsruhe Edition“ (18-21 Uhr, Stadtbib, Lesecafé). Gleicher Ort und ebenfalls von 18 bis 21 Uhr, aber im 2. OG: Beim „Late-Night-Basteln“ mit der Buchbinderei des Kulturamts kann man mit wunderschönen Papieren sein eigenes Drei-Stich-Heft entwerfen und natürlich auch mit nach Hause nehmen. Und um 18.30, 19.30 und 20.30 Uhr gibt’s Schnupperworkshops „3D-Druck für Einsteiger“ im Lernstudio der Stadtbibliothek (1. OG, ab zwölf Jahre): Referent Jürgen Oechsler erklärt in 30 Minuten die Basics des 3D-Drucks. (Foto: Jürgen Kölle) -rw · Fr, 4.4., ab 14.30 Uhr, Stadtbibliothek & Außenstellen

Meles Meles

Der zauberhafte Geschichtenerzähler Meles Meles nimmt mit auf eine märchenhafte „Wanderung“ für Hirn, Herz und Zwerchfell. Seine Erzählungen sind Balsam für die Seele, herzerfrischend und auch zum Nachdenken und Schmunzeln. Er führt in eine Welt, in der Tiere noch sprechen und uns manches Fabelwesen begegnet. Mit dem Schalk im Nacken berichtet er u.a. von Kobolden, depressiven Schnecken und kostbaren Schatullen. Ein großes Vergnügen für alle Junggebliebenen, die sich gerne auf fantastische Kopfreisen begeben! Das Eintrittsgeld geht komplett an den Sankt Depri Verein, der Hand in Hand mit dem FC St. Pauli depressiven Menschen mit Rat und Tat zur Seite steht.

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Fr, 4.4., 19 Uhr, Mikado

11. Lange Nacht der Mathematik

Wie vielschichtig diese universale Wissenschaft ist, belegen Professoren der HKA didaktisch allgemein verständlich alle zwei Jahre aufs Neue. Dabei richtet sich die barriere- und eintrittsfreie „Lange Nacht“ an Mathematikbegeisterte, aber insbesondere auch an Schüler, Studieninteressierte und Skeptiker. U.a. zeigt Prof. Dr. Reinhard Bauer in „Das Arrow-Paradoxon“ (19 Uhr), dass Wahlsysteme oft überraschende Ergebnisse liefern können: Warum mehr Stimmen zu weniger Sitzen im Parlament führen können, ist nur eine der hier erörterten Fragen. Ein weiteres faszinierendes Phänomen behandelt Prof. Dr. Klaus Dürrschnabel in „Die Zeitgleichung – Warum der Tag des frühesten Sonnenuntergangs nicht auf den Tag der Wintersonnenwende fällt“ (20 Uhr). Prof. Dr. Ulrich Reich geht auf „Die Jagd nach den perfekten Zahlen“ (17 Uhr); eine Herausforderung für den Verstand stellt Prof. Dr. Thomas Morgenstern mit den „Unmöglichen Objekten“ (23.30 Uhr) vor. Prof. Dr. Andreas Helfrich-Schkarbanenko greift in „Sprachmodelle mit Fingerspitzengefühl“ (21.30 Uhr) ein besonders aktuelles Thema auf und Prof. Dr. Dennis Janka schlägt eine Brücke von historischen Entdeckungen zu modernen KI-Technologien: „Von Zwergplaneten und lernenden Maschinen: Mathematik der KI“ (21 Uhr) führt zurück zu Carl Friedrich Gauß, der fundamentale Methoden entwickelt hat, die heute die Basis für KI-Systeme bilden. Dass Mathe auch Ästhetik ist, zeichnet Prof. Dr. Susanne Kruse in „Mathematik als Muse der Kunst“ (18 Uhr) von der Renaissance bis zur modernen Computerkunst nach. Prof. Dr.-Ing. Ferdinand Olawsky zeigt in „Falsche Landkarten“ (23 Uhr), warum die Maps dieser Welt notwendigerweise Verzerrungen enthalten und wie Mathematik in der digitalen Welt für Sicherheit sorgt, erläutert Prof. Ralph Pollandt in „Check! Prüfzahlen vs. Zahlensturz“ (15.15 Uhr).

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· Fr, 4.4., 15-24 Uhr, Moltkestr. 30, Gebäude B, www.h-ka.de/lanama, Eintritt frei

5. Kongress Netzwerk „Karlsruhe gegen Rechts“

„Der fortschreitenden rechten Entwicklung in der Gesellschaft begegnen“ will dieser Kongress des Netzwerks „Karlsruhe gegen Rechts“. Mit Vorträgen renommierter Experten (Prof. Dr. Karim Fereidooni, Natascha Strobl), interaktiven Workshops und einem „Markt der Möglichkeiten“ bietet er Raum für Analysen, Austausch und Handlungsoptionen. Vom Alltagsrassismus über soziale Kämpfe bis zur Abschiebung werden dabei aktuelle Herausforderungen thematisiert und Wege aufgezeigt, aktiv für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft einzustehen.

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Sa, 5.4., 10 Uhr, Tollhaus, Eintritt frei, Anmeld.: www.ka-gegen-rechts.de/kongress-2025

Infonachmittag: Jugendmusikschule Neureut

Sa, 5.4., 13.30-17.30 Uhr, Schulzentrum Neureut, Unterfeldstr. 6

Paneldiskussion „Vom Recht auf Zukunft“

Einerseits stehen die Demokratien weltweit unter Druck; andererseits wollen viele Menschen mitbestimmen und sie betreffende Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Als Preview zur Premiere „Die Hitze und das Recht“ (s. sep. Tipp) lädt das Staatstheater zu einer Paneldiskussion mit Nadja Meisterhans (Prof. für Politische Philosophie, Weltordnungspolitik, Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen an der Karlshochschule), David Liedke (Fridays For Future) und Dr. Cord Brügmann (Direktor der Stiftung Forum Recht). Moderation: Anna-Maria Haas, Transformationsmanagerin Nachhaltigkeit am Badischen Staatstheater.

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So, 6.4., 18 Uhr, Staatstheater

Hamed Abdel-Samad

Wegen seiner Tabubrüche wurde 2013 eine Fatwa gegen den Bestsellerautor verhängt, seither lebt Hamed Abdel-Samad unter permanentem Polizeischutz. Dass die offenen Gesellschaften des Westens bedroht sind durch autoritäre äußere Gegner wie auch durch rechte, linke und religiöse Fundamentalisten im Inneren, wurde durch die Nachrichtenlage der vergangenen Wochen überdeutlich. Abdel-Samad hat als junger Mann in Ägypten und durch Morddrohungen in Deutschland erfahren, was auf dem Spiel steht – und spricht mit „Der Preis der Freiheit“ seine „Warnung an den Westen“ aus. (Foto: Martin Hangen)

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Mo, 7.4., 19 Uhr, Schlosshotel, Spiegelsaal (Koop mit Buchhandlung Der Rabe &GBS KA)

Bundschuhführer Joß Fritz in der Literatur

Über kaum eine andere Person der Bauernkriege im frühen 16. Jh. ist so viel Literatur und Kunst entstanden wie über den sagenumwobenen Untergrombacher Bundschuhführer Joß Fritz: Ferdinand Lasalle ließ ihn in seinem Drama „Franz von Sickingen“ als „Bauernagitator“ auftreten, Ludwig Ganghofer sah in ihm „Das neue Wesen“ und Franz Josef Degenhardt besang ihn in der Ballade „Legende von der revolutionären Geduld und Zähigkeit und vom richtigen Zeitpunkt“. Joß Fritz’ schattenhaft gebliebenes Leben diente als Projektionsfläche beinahe aller politischen Richtungen, von ganz links bis nach ganz rechts. Sicher der größte deutsche Experte zum Thema ist der Bruchsaler Kulturabteilungsleiter Thomas Adam, Autor einer mehrfach aufgelegten Joß-Fritz-Biografie „Das verborgene Feuer der Revolution“, die auch in der SZ schon auf einer ganzen Seite gewürdigt wurde. „Joß Fritz – Rebell, Agitator und Phantom vom Oberrhein. Der Bundschuhführer Joß Fritz in Roman, Drama und Musik“ ist sein Vortrag anlässlich des 500. Jahrestags des Deutschen Bauernkriegs überschrieben, der von der Capella Antica Bruchsal mit Musik des 16. Jh. auf Gamben und Laute begleitet wird; Evelyn Nagel von der Bad. Landesbühne liest aus den vorgestellten Büchern. In der Ortsmitte von Untergrombach erinnert eine Statue im öffentlichen Raum an Fritz und seine Bundschuhbewegung. (Foto: Thomas Adam)

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Di, 8.4., 19 Uhr, Bad. Landesbibliothek, Eintritt frei

Effekte: Mit Technik in die Zukunft! Welche Fähigkeiten wir brauchen

„Welche Fähigkeiten wir brauchen“, um „Mit Technik in die Zukunft“ schreiten zu können, wird am April-Wissenschaftsdienstag der „Effekte“-Reihe erörtert. Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers und Laura Eigbrecht (DHBW KA) erläutern, was der Mensch von morgen können muss. Annika Oser und Frauke Ritter (Lehr-Lern-Labor Informatik PHKA) beantworten die Frage, wie Instagram im Informatikunterricht behandelt werden kann und warum die Vermittlung digitaler Kompetenzen zentral ist. Außerdem vorstellig wird das SFZ Technika-Lab der Cyberforum-Technik-Initiative, Karlsruhes erstes Schülerforschungszentrum, in dem sich Kinder und Jugendliche auf spielerische Art und Weise mit Fischertechnik auseinandersetzen (Foto).

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· Di, 8.4., 19.30 Uhr, Triangel, Eintritt frei, effekte.karlsruhe.de

Geschichtslabor „Wo fängt Unrecht an?“

Seit vier Jahren tourt das vom Lernort Kislau ursprünglich fürs jugendliche Publikum entwickelte mobile Geschichtslabor „Wo fängt Unrecht an?“ durch Nordbaden und macht jetzt Station in der Karlsruher Stadtbibliothek. Ausgehend von der Geschichte des im April 1933 unweit von Leimen errichteten Konzentrationslagers können Schulklassen, aber ebenso Erwachsene an acht interaktiven Doppelstationen die Unterschiede zwischen Recht und Unrecht sowie Demokratie und Diktatur ausloten. Wer zwischen 14 und 24 Jahre alt ist und Laborguide werden möchte, meldet sich bis 31.3. für den Workshop an (Fr, 11.4., 14-18 Uhr; Sa, 12.4., 9-15 Uhr); im Rahmenprogramm für alle ab zehn Jahren: der Workshop „Hate Speech“ (Sa, 26.4., 12-13 Uhr, Anmeld. jeweils event. stadtbibliothek@kultur.karlsruhe.de).

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· Vernissage: Di, 8.4., 19 Uhr, bis 31.5., Stadtbibliothek

Männerbüro-Übungsgruppe: Gewaltfreie Kommunikation

In einer Zeit, die immer mehr von Feindbildern geprägt wird, sind Männer Täter und Opfer von Gewalt gleichermaßen. Die Polarisierung nimmt zu, weltweit versuchen sich Autokraten mit Gewalt, Aggression und Macht durchzusetzen. Das Männerbüro Karlsruhe möchte dem etwas entgegenhalten und bietet eine Übungsgruppe in Gewaltfreier Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg an. So soll die Neigung zu Gewalt im persönlichen Bereich abgebaut werden; die Teilnehmer lernen, friedvoller miteinander zu kommunizieren und umzugehen. Mann arbeitet an mitgebrachten Themen, erhält Input zu Elementen der GFK in Kleingruppeneinzelübungen sowie im Plenum und unterstützt sich gegenseitig mit Reflexion und wertschätzendem Feedback.

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· ab Mi, 9.4., 19-21.30 Uhr, Empathiehaus, Klauprechtstr. 17, www.maennerbuero-karlsruhe.de

Hélène Laurain

Hélène Laurain liest aus ihrem Debütroman „Partout le feu“ (auf Deutsch: „Bis alles brennt“, übersetzt von Isabel Kupski). Er erzählt von den Wünschen, Hoffnungen und Ängsten einer Generation, die den Kampf gegen den Klimawandel verloren glaubt – und sich doch für den Aktivismus entscheidet.

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Mi, 9.4., 19 Uhr, CCFA

Sara Gmuer

Ein rau-zärtlicher, temporeicher und fein beobachteter Roman über Zusammenhalt, Selbstverwirklichung und darüber, dass das Glück manchmal näherliegt, als man denkt, ist Sara Gmuers (geb. 1980 in Locarno) „18. Stock“. Hier wohnt ihre Protagonistin Wanda mit der 15-jährigen Tochter in einer Berliner Platte – und erhält unverhofft die einmalige Chance, in eine Welt einzutauchen, wo Geld keine Rolle spielt. Gmuer absolvierte die Filmschauspielschule Zürich, lebt heute in Berlin, stand für Dominik Graf und Die Ärzte vor der Kamera und als Rapperin auf der Bühne. (Foto: Paula Winkler)

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· Do, 10.4., 19.30 Uhr, Stephanus-Buchhandlung

Titus Simon

Um das Karlsruher Fanprojekt zu supporten, liest Titus Simon Auszüge aus seinen im Fußballmilieu angesiedelten Krimis „Mord im Abseits“ und dem u.a. im Wildpark spielenden „Stadionmörder“. Zum Abschluss erhellt seine aktuelle Erzählung „Extreme Fallhöhe – eine schwäbische Jugend in den 70er Jahren“, warum er als gebürtiger Backnanger kein VfB-Anhänger geworden ist.

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Do, 10.4., 19 Uhr, Jubez

Stadtrundgang mit der Stiftung Forum Recht

Ab dem 10.4. lädt die Stiftung Forum Recht wieder monatlich zum „Recht stadtlich!“-Spaziergang ein und zeigt, wo man in Karlsruhe in Kontakt mit dem Recht kommt. Was macht eigentlich der Bundesgerichtshof ? Wie war das noch mal mit dem Buback-Attentat und der RAF? Wie wahrscheinlich wird ein Fahrraddiebstahl aufgeklärt? Und was hat das Recht mit unserem Alltag zu tun? Gemeinsam werden auch Karlsruher Kuriositäten erkundet, große und kleine Skandale der Fächerstadt, die Gerichte sowie spannende Rechtsfälle kennengelernt. Kostenfrei, ohne Anmeldung.

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Do, 10.4., 17-19 Uhr, Touristinfo, Kaiserstr. 72-74

Carlo Schmid Schule: Info-Abend

Die Bildungsgänge an der Carlo Schmid Schule in der Karlsruher Nordstadt als privater beruflicher Schule in Trägerschaft des Internationalen Bundes (IB) Baden sind vielfältig und bieten eine große Zahl an Abschlüssen mit sehr guter Perspektive – ob Berufsausbildung, Erwerb eines höheren Schulabschlusses oder beides zusammen. Am beruflichen Gymnasium mit den Profilen „Soziales“ oder „Gesundheit und Biologie“ (SGG) können junge Menschen, die den mittleren Bildungsabschluss mit dem notwendigen Notendurchschnitt abgeschlossen haben, nach drei Jahren die allgemeine Hochschulreife erwerben. Mit dem Ziel, an einer Hochschule zu studieren, sind kaufmännische und soziale Berufskollegs eine gute Möglichkeit, in ein bis zwei Jahren die Fachhochschulreife zu erlangen. Besonders interessant ist auch das „Duale Berufskolleg Soziales“, das neben dem Unterricht mit drei Tagen pro Woche einen hohen Praxisanteil in einer Einrichtung umfasst. Wer die Arbeit mit Kindern liebt und sie auf ihrem Weg begleiten möchte, ist an der „Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz“ (ehem. Kinderpflege) richtig: Absolventen können in Kindertagesstätten, -gärten, und -häusern, Familien oder im Hort arbeiten. In drei Jahren ist der Abschluss „Staatlich anerkannte sozialpädagogische Assistenzkraft“ erreicht. Neu an der „Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz“ ist seit dem Schuljahr 2024/25 der Direkteinstieg Kita (verkürzte zweijährige Ausbildung) sowie die praxisintegrierte dreijährige Ausbildung PiA. Bei Vorliegen eines mittleren Bildungsabschlusses kann die dreijährige Erzieher-Ausbildung gestartet werden – sowohl in der klassischen als auch praxisintegrierten Form. Ebenso wird die dreijährige Vollzeitausbildung zum/zur „Staatlich geprüften Jugend- und Heimerzieher/In“ angeboten, ab kommendem Schuljahr ebenso in PiA-Form. Persönliche Beratung via 0721/92 13 54 12, css-karlsruhe@ib.deoder vor Ort am Info-Abend (Do, 10.4., 18-20 Uhr).

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Ohiostr. 5, www.carlo-schmid-schule.de/karlsruhe

Jobmesse Pforzheim

Ob Voll- oder Teilzeit, Fach-oder Führungskraft, Einsteiger oder Quereinsteigerin – auf der Karrieremesse des Eigenbetriebs Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim WSP und der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim wartet der neue Job! Hier kann man mit Personalverantwortlichen aus großen und kleineren Unternehmen sowie von Städten und Organisationen sprechen, erhält Einblick in Firmenkultur und Benefits, informiert sich über Stellen, Einstiegsmöglichkeiten und Karrierechancen und kann sich auch direkt bei den Ausstellern bewerben.

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· Do, 10.4., 11-18 Uhr, Congress Centrum Pforzheim, www.jobmesse-pf.de, Eintritt frei

Stefan Schulz

Warum misst die Politik Familien nicht denselben Stellenwert zu wie Wirtschaftsunternehmen? Fragt sich der Soziologe und Podcaster („Fernsehpodcast“, „Die Neuen Zwanziger“) Stefan Schulz. In „Die Kinderwüste – Wie die Politik Familien im Stich lässt“ zeigt er auf, dass wir die Zukunft gefährden, wenn die Rolle der Familie in unserer Gesellschaft nicht grundlegend neu definiert wird. Lesung mit Diskussion, Moderation: Björn Springorum.

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· Do, 10.4., 19 Uhr, Stadtbibliothek (Stephanus-Koop)

„Kino im Blauen Salon“ Sommersemester 2025

Das 2024 von der Deutschen Kinemathek mit dem ersten Preis gekrönte „Kino im Blauen Salon“ startet ins 18. Semester. Seinen Idealen ist das studentische Kino der HfG dabei stets treu geblieben: Filmvorführung analog in 35 und 16mm, gemeinsames ehrenamtliches Engagement und freier Eintritt. Das Hauptinteresse gilt diesen Sommer der Poesie; dazu präsentiert die Reihe „Cinema Poetico“ eine „handverlesene Auswahl von Klassikern und versteckten Perlen, die die stillen Abzweigungen des Kinos bilden“ und „eine Welt multipler Erzählstränge, mäandernder Perspektiven, visueller Umwege und alldem, was zwischen den Zeilen liegt“ eröffnet. Auf dem Programm stehen Andrei Tarkowskis 72er Meisterwerk „Solaris“ (Fr, 11.4., Foto: Trigon), das in poetisch-gewaltigen Bildern unsere Beziehung zum Planeten, zum Kosmos und zum Unbekannten meditiert, Charles Laughtons „The Night Of The Hunter (Mo, 21.4.) mit Robert Mitchum in der Hauptrolle, Chantal Akermans Quasi-Autobiografie „News From Home“ (Mo, 5.5.), die traurig-schöne Familiengeschichte „Tokyo Monogatari“ (Mo, 19.5.), den jungen Anime-Klassiker „Chihiros Reise ins Zauberland“ (Fr, 27.6.), Michelangelo Antonionis „L’Eclisse“ (Mo, 7.7.) von 1962, der zu den revolutionären und gefeierten Momenten des europäischen Kinos der Jahrhundertmitte zählt, sowie „Sicilia!“ (Mo, 21.7.), die Verdichtung eines Romans von Elio Vittorini aus den ausgehenden 30ern. Außerdem gibt es einen nächtlichen „Midnight Movies“-Exkurs mit „Audition“ (Fr, 13.6., 23 Uhr), den im Rahmen eines HfG-Workshops angesetzten Filmabend „The Archiveology Of Cinema“ (Mi, 4.6.) in Anwesenheit von Regisseur Siska sowie zwei 35mm-Schnupperkurse in Sachen Aktwechsel (Sa, 5.7. 2.8., 13-17 Uhr, Anmeld.: info@kinoimblauensalon.de). Ende Mai geht dann das sommerliche „Open Air Kino“ auf der Wiese vor der HfG unter dem Motto „Freiheit im Wandel“ in seine sechste Runde.

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· 19 Uhr, www.kinoimblauensalon.de

Jazz & Literatur: Lesung von Ronya Othmann

Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im jesidischen Dorf ihrer Großeltern in Nordsyrien – und wird eine Entscheidung treffen müssen. Claudia Hübsch liest aus Ronya Othmanns Debütband „Die Sommer“, Matthias Ockert (Gitarre), Michael Quast (Klavier), Michael Heise (Bass) und Felix Schrack (Drums) sorgen für die musikalische Begleitung.

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· So, 13.4., 11 Uhr, Staatstheater

VHS: Abendschulen Karlsruhe

Eine ideale Möglichkeit, parallel zur Berufstätigkeit einen Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg zu erwerben, bieten die Abendschulen Karlsruhe jungen Erwachsenen. In kleinen Klassen unterrichten Lehrer mit langjähriger Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung. Es wird nicht nur Wissen erworben, bei auftretenden Schwierigkeiten gibt’s ebenfalls Hilfestellung. In persönlicher Lernatmosphäre kann so je nach Vorbildung in drei oder vier Jahren das Abitur abgelegt werden; der Besuch der Abendrealschule führt nach ein oder zwei Jahren zur Mittleren Reife; die Abendhauptschule ermöglicht in zehn Monaten den Hauptschulabschluss. Tel. Beratung unter 0721/985 75-40 oder -49. (Foto: Andres Rodriguez/fotolia.de)

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· www.vhs-karlsruhe.de/abendschulen

Imad Al Suliman

In seinem ersten Roman „Das Jasmin-Inferno“ erzählt der in Damaskus geborene und 2015 nach Deutschland gekommene Berliner Menschenrechtsaktivist Imad Al Suliman die Fluchtgeschichte von Fouad, der den Arabischen Frühling und den Bürgerkrieg in Syrien hautnah erlebt und in Europa Schutz sucht. Auf Einladung der Seebrücke Karlsruhe schildert Al Suliman Flucht aus der Innenperspektive und analysiert, was sie bedeutet.

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· Mo, 14.4., 19 Uhr, Jubez, Eintritt frei

Tag der Streuobstwiese

Zum „Tag der Streuobstwiese“ werden Ende April europaweit verschiedenste Aktionen rund um das immaterielle Kulturerbe „Streuobstanbau“ veranstaltet. Das ZKM-Projektteam lädt zu eintrittsfreien Picknick auf der Katzenwedelwiese in Beiertheim-Bulach.

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· So, 27.4., 15 Uhr

Sarah Lorenz

Eine literarische Liebeserklärung an eine Dichterin und die Wunder des Lebens ist Sarah Lorenz’ „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“. Seit 2023 schreibt sie in der „Taz“ die Kolumne „PMS-Ultras“; das Internet kennt sie unterm Pseudonym Buchi Schnubbel. In ihrem Debütroman erzählt Lebenskünstlerin Elisa bewundernd von Mascha Kaléko, ihrer Zeit im Heim, vom Obdachlos-sein auf der Kölner Domplatte, immer auf der Suche nach Geborgenheit, die sie lange nur in Büchern fand. Aber auch von ihrer Vorliebe für Reetdachhäuser und Cappuccino, von Männern, Freundschaft und davon, dass alles möglich ist. Moderation: Kristine Harthauer. (Foto: Charlotte Schreiber)

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· Di, 15.4., 20 Uhr, P8 (Stephanus-Koop)

HfG-Sommersemestereröffnung 2025

Mit einer Reihe neuer Mitarbeiter und Berufungen eröffnet die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe das Sommersemester 2025. Als international renommierte Fachfrau begrüßt die HfG Valentina Karga, die die Professur für Produktdesign mit dem Schwerpunkt Relationales Design antritt. Die Künstlerin und diplomierte Architektin (geb. 1986, Griechenland) bewegt sich zwischen den Disziplinen Kunst, Design, Architektur und Forschung; ihre Arbeit verbindet Elemente einer gesellschaftspolitischen Praxis mit Experimenten, die die bestehenden sozialen und physischen Rahmenbedingungen in Energie, Wirtschaft und Nachhaltigkeit infrage stellen. Ab 2018 war Karga Professorin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Nachdem er bereits als Vertretungsprofessor von 2021 bis Sommersemester ’23 im Studiengang Kunstwissenschaften und Medienphilosophie gelehrt hat, kehrt Dr. Sami Khatib an die HfG zurück. Er war zuletzt wissenschaftlicher Referent am deutschen Orient-Institut Beirut und unterrichtete seit 2006 Medienphilosophie, Kritische Theorie, Ästhetik, Visual Arts, Kulturwissenschaften und Kunsttheorie u.a. an der American University Cairo, der Leuphana Universität Lüneburg, der Akademie der bildenden Künste Wien, der American University of Beirut und der Freien Uni Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Critical Theory, Aesthetic Theory und Continental Philosophy. Weitere Berufungen sollen in den nächsten Semestern folgen. Wie gewohnt werden am Eröffnungsabend auch die Diplomzeugnisse überreicht, dazu gibt’s performative Beiträge und einen musikalischen Ausklang im Lichthof. Die Apply-Phase für Studieninteressierte, die im Wintersemester 2025/26 an der HfG durchstarten möchten, läuft noch bis Mi, 30.4. (Foto: Jehad Othman)

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· Di, 22.4., 18 Uhr, HfG, Eintritt frei

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Vom Lehramtsstudiengang für die Primar- und die Sekundarstufe I bis hin zum Bachelor- und Masterstudiengang für andere Bildungsfelder reicht das Studienangebot dieser aufs Pädagogische spezialisierten Hochschule. Besonders am Studium ist die Nähe von Forschung und Praxis, die auch bei den berufsbegleitenden Weiterbildungsangeboten zum Tragen kommt. Wer sich berufen fühlt, Zehn- bis 17-Jährige in einer ihrer wesentlichen Entwicklungsphasen zu begleiten, ist Kandidat für den Bachelorstudiengang „Lehramt Sekundarstufe I“ mit seinen praxisnahen Einheiten in den Lehr-Lern-Laboren. Besonderheit hier: die Vielfalt an möglichen Fächerkombinationen. Bewerbungsfrist ist der 15.7. Neu eingeführt wurde zum WS 2024/25 das Absolventen von Fachbachelorstudiengängen mit Schwerpunkt Informatik oder Physik vorbehaltene duale Angebot „Masterstudiengang Lehramt Sekundarstufe I“. Um dem Aufruf „Werde die Lehrkraft, die du immer wolltest!“ zu folgen und das Studienangebot Lehramt für die Klassen 5 bis 10 zu erkunden, empfehlen sich Instagram (@ssz_ph_karlsruhe)und Youtube (@ph_karlsruhe)mit Videobeiträgen, in denen Studenten aus „Sekundarstufe I“-Studium und Campusleben erzählen. Wer sich allgemein zum Lehramtsstudium informieren möchte, bekommt auf der Landingpage www.ph-ka.de/dubeiuns Video-Einblicke in die drei Profilfelder „MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit“, „Bildungsprozesse in der digitalen Welt“ und „Bildung in der demokratischen Gesellschaft.“ Weitere Beratung beim Studien-Service-Zentrum (Raum 3.118, Mo Mi 9-15 Uhr, Di 9-14 Uhr, Do 9-17 Uhr, Fr 9-12 Uhr, 0721/925 44 44, ssz.helpdesk@vw.ph-karlsruhe.de).

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· Bismarckstr. 10, www.ph-karlsruhe.de

Freie Duale Fachakademie für Pädagogik

Für alle, die „Zukunft mitgestalten“ und mit Kindern arbeiten wollen, bieten die Ausbildungsgänge zum/ zur „Staatlich anerkannten ErzieherIn (praxisintegriert)“ an der Freien Dualen Fachakademie für Pädagogik in Karlsruhe den richtigen Rahmen. Deren Trägernetzwerk Konzept-E betreibt vor Ort u.a. sieben element-i Kinderhäuser, die für den Praxisplatz infrage kommen. „Etwas geben, aber auch selbst annehmen, offen sein und sich entwickeln wollen“, nennt Fachschülerin Gulnara Datukishvili (Foto) als wichtige persönliche Voraussetzungen. Wer Kinder in dieser prägenden Lebensphase zudem sportlich begleiten möchte, nutzt ein besonderes Angebot der FDFP: Im neu entstandenen Motorikzentrum, das sich der Bewegungsförderung von Kita-Kindern widmet, werden pädagogische Fachkräfte in den Bereichen Sport und Bewegungspädagogik spezialisiert, Kitas beraten und zertifiziert sowie dezentrale, trägerübergreifende Fortbildungen angeboten. Die FDFP bildet an drei Standorten (Karlsruhe/Stuttgart/Fellbach) zum/zur „Staatlich anerkannten ErzieherIn (PiA)“ mit oder ohne Schwerpunkt Jugend- und Heimerziehung (JuH) aus. Die praxisintegrierte Ausbildung wird im ersten Jahr mit rund 1.350 Euro pro Monat leistungsgerecht und fair vergütet.

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Konrad-Zuse-Str. 11-13, 0711/656 96 09 21, www.fdfp.de, www.element-i.de

Eröffnungsfest: Bildungscampus West

Die Musikschule der Stadt Karlsruhe, das Badische Konservatorium, ist nach jahrelanger Standortsuche und Sanierung der Dragonerkaserne in den Sommerferien 2024 in der Kaiserallee 12 c eingezogen und damit Teil des Bildungscampus’ Weststadt geworden, auf dem bereits die VHS und das IBZ ansässig sind. Die drei Kooperationspartner arbeiten in Projekten und bei Veranstaltungen zusammen – und feiern nun die große Eröffnung. Mit dem gemeinsamen, im Land der Farben spielenden Musical „Kunterbunt“ für Kinder im Grundschulalter von Gabriele Fehrs und Markus Voigt, das per Livestream aus dem Konzertsaal in den Hof übertragen wird: Als einzelne Farben den König beeinflussen, sie zu bevorzugen, droht der Regenbogen als Sinnbild für eine tolerante Gesellschaft zu verblassen... Beteiligt sind u.a. der Kons-Kinderchor Tönespucker, Chorkinder der Hebel- und Gutenbergschule sowie Konservatoriums-Musiker. Alle drei Häuser haben Tag der offenen Tür: Am Kons kann man drei Stunden lang Instrumente ausprobieren sowie einen Percussionworkshop besuchen, im IBZ stellen sich die internationalen Hausvereine und das Erstinformation und -orientierung für Zugewanderte anbietende Projekt „Willkommen in Karlsruhe“ mit Spielen zum Ausprobieren vor und in der VHS gibt’s Schnupperkurse, während auf dem Hof des Dragonerareals ein buntes Rahmenprogramm samt Open-Air-Bühne steigt: Die IBZ-Vereine bieten internationale Küche, Hobbyköche können an einem Stand selbst bei der Curryzubereitung Hand anlegen, das Kons macht Bastel- und Spielangebote zum Thema Farben. Und zum Abschluss studieren Eletra und Beatrice von der Tanzschule Tanzando ab 17.40 Uhr mit den Gästen einen Line-Dance ein.

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Sa, 10.5., 14-18 Uhr, Bildungscampus Weststadt, Eintritt frei

Angela Mende: „Rebalance Yourself“ – Wellness Qigong am Gardasee

Im Hotel Villa Schindler am westlichen Ufer des Gardasees kann man nicht nur urlauben, sondern auch etwas fürs mentale und körperliche Wohlbefinden tun: Qigong-Expertin und Coach Angela Mende aus Durlach lädt in ihrem Fünf-Tages-Retreat in täglich drei bis vier entspannten Kurzsessions dazu ein, in die Welt des Qigong einzutauchen, die ihre Wurzeln in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) hat. Auf dem Programm stehen u.a. eine Einführung ins Konzept von Yin und Yang und die Wandlungsphasen, Bewegungsübungen, Atemtechniken, Meditation und Ernährung; auch individuelle Fragen und Bedürfnisse haben ihren Platz, wenn die erfahrene Qigong-Lehrerin „einen warmherzigen Raum der Selbstfürsorge und des Wohlbefindens öffnet“. Praktiziert wird am Strand, im Garten und in einem Entspannungsraum – jeweils in kurzen Einheiten, sodass ausreichend Zeit zum Urlauben bleibt!

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Sa-Abend bis Do-Mittag, 12.-17.4. 20.-25.9., 0172/101 01 51, www.angelamende.de/qi-gong-villa-schindler

Klima, Krisen, Utopien: Erde

In Dokumentar- und Spielfilmen wird in der Kinemathek (fast immer) am letzten Mittwoch im Monat dem weltweiten Klima-Umbruch nachgegangen. Der Österreicher Nikolaus Geyrhalter beobachtet mit „Erde“ (2019, Foto: NGF) in Minen, Steinbrüchen und Großbaustellen, wie sich Menschen mit Schaufeln, Baggern und Dynamit den Planeten gefügig machen. Anschließend stehen der Regisseur per Videoschalte sowie Klaus Heid vom Klimabündnis Karlsruhe zum Gespräch parat.

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Mi, 23.4., 19 Uhr, Kinemathek

Jessica von Haeseler: DHE-Workshop

Im Workshop „Dein Upgrade für mehr Freude, Fokus & innere Freiheit“ wird der Geist neu verschaltet mit einer Mischung aus Hypnose, Neurolinguistischem Programmieren und Design Human Engineering. DHE ist eine Weiterentwicklung des NLP, basiert auf Erkenntnissen aus Neurobiologie sowie Psychologie und nutzt mentale und symbolische Prozesse, um das Gehirn effektiv umzumodeln. Oder mit den Worten Jessica von Haeselers: „In diesem Workshop erschaffst du ein mentales Betriebssystem, das dich nicht mehr ausbremst, sondern antreibt. Mit surrealer innerer Reise, interaktiven Übungen und verblüffenden Neurowissenschaftshacks programmieren wir dein Denken auf Freude, Kreativität und Flow. Erlebe spielerische Tools, die dein Bewusstsein erweitern und dein Unterbewusstsein als Kraftquelle nutzen. Mach Schluss mit Blockaden, Ängsten und alten Mustern – du installierst dir ein neues inneres System für Erfolg und Leichtigkeit.“

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· www.jessicavonhaeseler.de/kurse

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