Ganz schön schwer gerade, sich trotz Gegenwinds die Zuversicht zu bewahren. Doch wer sich von Ängsten, Krisen und Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lässt , kann gestärkt daraus hervorgehen
Stufe um Stufe, Meter um Meter stieg das Wasser in der Nacht. Erst kurz unterhalb des Dachgeschosses, in das Astrid Rickert sich mit ihrem Mann und ihren zwei erwachsenen Kindern geflüchtet hatte, machte es halt. Der Familie war bei der Flutkatastrophe im Ahrtal am 14. Juli 2021 zum Glück nichts passiert, doch ihr Haus wurde zerstört. Es war seit dieser Nacht nicht mehr bewohnbar – der Familie blieb nichts anderes übrig, als es abreißen zu lassen.
Doch das Haus war nicht die einzige Sorge von Astrid Rickert. Die Kellermeisterin der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr, der ältesten der Welt, dachte auch an die kostbaren Holzfässer mit Hunderttausenden Litern Wein, die im historischen Keller der ...