Milk TV & Nikki Hill
Dieses 2017 durch Mitglieder von Ropoporose, Brorlab und Phoenician Drive gegründete Art-Punk-Trio fabriziert abgehackt-raue, von Nostalgie und (Post-Reagan-)Zynismus gegenüber der angelsächsischen Popkultur durchdrungene Rockmusik. Vornehmlich beziehen sich Milk TV in ihren beiden Alben „Good Food For Mean Kids“ (2020) und „Neo Geo“ (’23) auf die New Yorker No-Wave- und kalifornische Noise-Szene (Do, 3.4., 20 Uhr, Foto). Tags drauf singt sich die „Deep South Soul“und „Roots Rock’n’Roll“-Queen Nikki Hill aus Durham (North Carolina) die Seele aus dem Leib – an der Seite ihrer Pirate Crew, zu der auch Ehemann und Gitarrist Matt gehört (Fr, 4.4., 21 Uhr). Im Anschluss: „Mainstation Session“ mit DJ Ketch und Toby Tobsucht (23 Uhr).
-pat · Alte Hackerei
Montreal
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Das nach der Geburtsstadt ihres Drummers „Max Power“ Seibt benannte „Ah-oh-hua“-Punk-Trio Montreal tourt mit dem neuen Album „Am Achteck nichts Neues“, das dank Top-Ten-Platzierung in den deutschen Charts erfolgreichste Album in der History der Hamburger. Special Guest: Itchy-Frontmann Sebastian Hafner mit seinem Soloprojekt „Sibbi hier“ und dem Debüt „Vol. 1“. (Foto: Ania Sudbin)
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Do, 3.4., 20 Uhr, Substage, ticktets.inka-magazin.de
Lisa Huber & Hale 01
Bei der Local Night spielen regionale Bands und Musiker im Jubez ein Set im kleinen Saal. Die junge Karlsruher Singer/Songwriterin Lisa Huber hat 2024 beim ausverkauften „Wohnzimmerkonzert“ im Tollhaus oder der Eröffnung beim „Fest am See“ auf sich aufmerksam gemacht und feiert mit ihrer dreiköpfigen Band den Release der EP „Nichts verloren“. Pop und Folk: Hinter Hale 01 (Foto: Lukas Kummer), dem Newcomer Indie-Pop-Duo aus Heidelberg, steckt die Frauen-WG Hanna und Lea.
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· Fr, 4.4., 20 Uhr, Jubez
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Organisch– Elektronisch: Güldeste & Gerda
Eine äußerst spannende Doppelshow in der Reihe „Organisch – Elektronisch“: Die in Köln lebende Violinistin, Sängerin und Komponistin Güldeste (Foto oben: „Fruitcake“-EP, Jan Weddewer) vereint ihre klassische Ausbildung mit ihren türkisch-mediterranen Wurzeln und ihrer Begeisterung für elektronische Musik. Heraus kommt Crossover-Elektropop mit Clubcredibility und Festivalcharakter. Mehrsprachige Spoken-Words findet hier genauso Platz wie ihr Hang zu epischen Melodien und markanten Basslinien. Ihr Sound sprudelt über vor Kreativität, Transzendenz, Talent, Humor und Herz. Mehr zu Mezzosopranistin, Komponistin und Singer/ Songwriterin Marie Gerhardine Iguchi aka Gerda (Foto unten: Moritz Schläfer) im INKA-Interview, Rubrik „Stadtleben“.
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Fr, 4.4., 20 Uhr, Tempel, tickets.inka-magazin.de
Tal Arditi
Nach ausverkauften Shows in seiner Heimatstadt Berlin und Tourneen mit Künstlern wie Black Sea Dahu und Steph Strings ist Singer/Songwriter Tal Arditi jetzt auf Solotour, im Gepäck seine 24er-EP „Open Heart“. Inspiriert von Künstlern wie James Blake, Beck oder Nick Drake experimentierte er während der Pandemie mit elektronischen Sounds, was er auch live mit Loopstation, Vocals und Gitarre auf der Bühne umsetzt. Wer auf Acts wie José González oder Woodkid steht, liegt hier voll richtig.
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· Sa, 5.4., 20 Uhr, Mikado
Wyatt E. & Lethvm, EA80 & Benzin
Der geheimnisvoll verhüllte 2023er P8-Auftritt der belgischen Oriental-Doom-Post-Rocker hatte den Anstrich einer Schwarzen Messe. Ihr „?l B?l?ti D?rû“-Nachfolger „Zam?ru Zultu Qereb Ziqquratu, Pt. 1“ vertieft die Erkundung des alten Babylons aus Sicht von verbannten Jerusalemer Gefangenen und gibt dem Mystic-Drone-Doom noch mehr Raum und Zeit zur Entfaltung. Deutlich härter und weniger psychedelisch geht es bei Wyatt E.s (Foto) Landsleuten Lethvm zur Sache: mit erfrischend vielseitigem Post-Metal zwischen Neurosis, Cult Of Luna, Amenra, The Ocean und LLNN (Fr, 4.4., 21 Uhr). Schlussakkord der Woche: das Deutschpunkdoppel aus EA80 (Mönchengladbach) und Benzin (Berlin, So, 6.4., 20 Uhr).
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· P8
Das Vereinsheim
Wenn das preisgekrönte Vereinsheim tagt, ist die Hütte voll! Eine kleine Bühne mitten im Raum, drumherum (und zugleich Teil der Inszenierung) das Publikum sowie eine 360-Grad-Visualisierung an den Wänden – in diesem visuelle Kunst, Performance und Musik verschmelzenden Setting performt das Kernkünstlerkollektiv David Maier (Gesang), Nico Schnepf (Keyboard) und Rouven Eller (Sound); Visual Artist Cedric Jack Jankowski inszeniert Musik und Raum mit Licht und Farbe. Gäste sind diesmal die Frankfurter Singer/Songwriterin Julie Kuhl, der Schweizer Bergsee-Folker Flavian Graber und der Mannheimer Liveperformancezeichner Mehrdad Zaeri. Am zweiten Spieltag geht’s weiter mit „Tanzab“, der „erwachsenen Disco“ von DJ Philippe (22.30-3Uhr).
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· Fr Sa, 4. 5.4., 20 Uhr, Tollhaus
Phil
Die elfköpfige, mit zwei Sängerinnen und einem Bläsersatz ausgestattete Gruppe aus dem Raum Bruchsal/ Bretten um den Sulzfelder Sänger Jürgen Mayer gilt als eine der besten Phil-Collins- und Genesis-Tributes in Europa. Neben den Hits „No Son Of Mine“, „Jesus He Knows Me“, „Another Day In Paradise“, „Easy Lover“, „Invisible Touch“, „That’s All“ oder dem wieder hochaktuellen „Land Of Confusion“ wissen Phil seit über 25 Jahren stets auch mit weniger bekannten Songs zu überraschen.
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· Sa, 5.4., 20 Uhr, Konzerthaus
Karlsunruhe: Wax Bird & Fate Of Pariah
Das Nachbeben zweier Karlsruher Kapellen der vermeintlich letzten „Unruhen“ 2024 über dem Substage: Einmal gibt’s gesellschaftskritischen transfronted „Rage-Pop“, wie das Trio Wax Bird um Sänger Charlie Mayer seine Mischung aus Garage, Alternative, Screamo und Punk bezeichnet. Zweite Band des Abends sind Fate Of Pariah (Foto: Arno Brecht), ein Quintett, das verschiedene Metalgenres mit Alternative, Progressive und Classic Rock abkocht.
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Sa, 5.4., 20 Uhr, Minestrone (Nachholtermin vom 14.12.)
Kohi-Konzerttipps
Die Künstlerin und Klimaschutzaktivistin Aditi „Ditty“ Veena aus Neu-Delhi schreibt sanft-poetische Protestsongs zur „untrennbaren Verbindung von Musik und Natur“. Vor dem Konzert läuft der Kurzfilm „Make Forest Not War“ (Sa, 5.4.). Doppelshow dann am Sa, 12.4.: Fliegende Haie (Foto oben: Kilian Seiler) bieten „scharf geschliffenen Hyperpop, Trap und Hardtek, eine liebevolle Show, positiv und weird, sexy und theatralisch“. Support kommt vom Soloprojekt Vandalisbin der sonst als Drummerin bekannten Helena Niederstraßer. Aus Berlin stammt das Trio Painting, das als neue deutsche Avantgardepophoffnung gehandelt wird, mit dem ebenfalls hoch-gehandelten Münchner Indiepopduo Malva aka Quirin Ebnet und Malva Scherer (Sa, 26.4., Foto unten: Zana Helff ).
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20 Uhr, Kohi
Gaggenau: Der Götz von Obertsrot
Sänger Mario Götz taucht tief hinein ins Repertoire des dunklen australischen Romantikers Nick Cave. Als Götz von Obertsrot inszeniert er im Sextett einen atmosphärischen Sound zwischen Blues, Rock, Post-Punk und Gospel, wenn von Klavier- und Geigenklängen erfüllte Titel wie „Into My Arms“, „Red Right Hand“, „Oh My Lord“, „Hallelujah“ oder „Love Letter“ erklingen. (Foto: Jürgen Schnurr)
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Sa, 5.4., 20 Uhr, Klag, Gaggenau
K.ZIA
Die in Brüssel geborene, seit 2018 in Berlin lebende Künstlerin hat sich mit ihren Performances und Visuals, als Schauspielerin und nicht zuletzt mit ihrer Musik einen coolen internationalen Ruf erspielt. Sie vermischt Elemente aus R’n’B, Soul und Afropop zu einem zeitgemäßen und zeitlosen Sound, 2022 erschien ihr Debütalbum „Genesis“. Als Tochter eines Vaters aus Martinique und einer international gefeierten belgisch-kongolesischen Künstlerin (Zap Mama) ist K.ZIA mit einer Vielzahl von Kulturen und Musik aufgewachsen und stand schon früh auf der Bühne. „Discovery“-Gig für nur acht Euro Eintritt.
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So, 6.4., 20 Uhr, Tollhaus
Dr. Feelgood
„Milk And Alcohol“, „Roxette“, „Back In The Night“, „Down At The Doctors“ – ihre raue, kompromisslose Energie hat die weiterhin Studioalben veröffentlichenden (zuletzt 2022 „Damn Right!“) Dr. Feelgood in den 70ern zu einer der weltweit bekanntesten Bands der aufkommenden britischen Pubrockszene gemacht. „Messerscharfer Brocken R’n’B“ nennt das „Classic Rock Magazin“ den Stil, der die Seele des Blues’ mit der Rotzigkeit des Punks verbindet. Mit Gordon Russell (Gitarre), Phil Mitchell (Bass) und Kevin Morris (Drums) stehen seit 1983 noch immer Musiker der letzten Besetzung um Originalsänger Lee Brilleaux auf der Bühne. Der starb ’94 und wird durch Ex-Animal Robert Kane ersetzt.
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Mo, 7.4., 20 Uhr, Jubez
Toby Driver & Alora Crucible
Alora Crucible ist die neueste musikalische Identität von Toby Driver (Foto), zwischen den Genres navigierender Multiinstrumentalist seiner Hauptband Kayo Dot. Bei dieser „Dudefest“-Clubshow erforscht er als Gitarrist im Trio mit Hammered Dulcimer (Hackbrett) sowie Timba Harris (Geige) und Ana Cristina Pérez (Keyboard) – beides echte Größen in der Szene zwischen Klassik und Experimental – die Instrumentalmusik.
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· Di, 8.4., 20.30 Uhr, Jubez
Baden-Baden: Mother’s Finest
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Ihre „Rockpalast“-Show hat die Erfinder des Funk-Rocks 1978 auf einen Schlag auch in Deutschland bekannt gemacht. Dieser wegweisende Abend steht wie schon bei den ausverkauften Tourneen 2022 und ’23 im Fokus der seit über 50 Jahren aktiven „Mother’s Finest“-Gründungsmitglieder Joyce „Baby Jean“ Kennedy, Glenn „Doc“ Murdock (Gesang) und Gary „Moses Mo“ Moore (Gitarre), die jetzt ihren aufgrund des geänderten Tourplans verschobenen Auftritt im Rahmen der Reihe „Otto Meyer präsentiert: Rantastic Kopfhörer live“ spielen. (Foto: Roncken)
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Mi, 9.4., 19.30 Uhr, Rantastic, Baden-Baden/Haueneberstein (Nachholtermin vom 6.10.), tickets.inka-magazin.de
Gaggenau: Collectivity – Frankreich
Für seine Voyage nach Frankreich formiert das Gaggenauer Kollektiv eine internationale Musikerschar: Die Collectivity-Hosts Clara Vetter und Max Treutner begrüßen in ihren Reihen diesmal die in Paris lebende Sängerin Laura Kipp (Foto: Kosta Matzios), den Stuttgarter Bassisten und Ba-Wü-„Landesjazzpreis“-Träger 2017 Sebastian Schuster sowie Schlagzeuger David Giesel aus Basel für ihren von Eigenkompositionen über Jazzstandards bis hin zu Chansons breit angelegten Abend. Die nächsten Collectivity-Auftritte folgen erst in Jahreshälfte zwei am Do, 9.10., 20.11. und 11.12.
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· Do, 10.4., 20 Uhr, Klag, Gaggenau
The Last Internationale
Ihre Singles wie „Hard Times“ haben die Spitzen der internationalen Charts erklommen, sie sind in erfolgreichen Serien wie „The Blacklist“, „Banshee“ und „True Detective“ zu hören. Das New Yorker Rebell-Rock-Duo Delila Paz (Gesang) und Edgey Pires
(Gitarre) hat seine sozialkritischen Texte zuletzt 2023 („Running For A Dream“) mit den Drummern Joey Castillo (Queens Of The Stone Age) und Eloy Casagrande (Sepultura) auf Platte gegossen und kommt nach den Gigs 2024 bei den Rocks „Am Ring“ und „Im Park“ für vier Clubshows nach Germany. (Foto: Miguel Oliveira)
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Do, 10.4., 20 Uhr, Substage
Naturally 7
Sie erzeugen zu siebt den Klangkosmos einer ganzen Band. Vom Schlagzeug über Bass, Gitarre und Mundharmonika bis zur Posaune – vollkommen ohne Instrumente! Das ist ihr Unterscheidungsmerkmal gegenüber vielen A-cappella-Gruppen, die hauptsächlich singend performen. Was Naturally 7 so spielerisch leicht von den Lippen geht, nennen sie selbst „Vocal Play“. Sie beherrschen R’n’B, Soul, Hip-Hop, Gospel, Pop und Rock; auf der „Closer Look“-Tour zum 25. Jubiläum performen die „Sieben Stimmen-Weltwunder“ („Die Welt“) ein Best-of ihrer Bandhistorie. Wir verlosen Tickets auf www.inka-magazin.de, wer sich nicht aufs Losglück verlassen möchte: tickets.inka-magazin. de. (Foto: Nina Siber)
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· Fr, 11.4., 20 Uhr, Konzerthaus (Nachholtermin vom 12.10.)
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Fatcat
Nach ihrem sommerlichen Ausflug auf die Feldbühne bei „Das Fest“ kommen Fatcat als Tempel-Koop ins Jubez. Für das neue „Album „More Sugar“ hat sich das achtköpfige Ensemble ausgiebig im musikalischen Candyshop bedient und fesselt die tanzwütige Funkgemeinde mit perlenden Dancebeats und glitzernden Discovibes. (Foto: Felix Groteloh)
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Fr, 11.4., 20 Uhr, Jubez (Tempel-Koop)
Hemelbestormer & Pothamus
Pelagic Records schickt zwei belgische Signings auf Tour: Wem Amenra zu extrem und introspektiv und Cult Of Luna zu düster sind, ist bei den instrumental zu Werke gehenden „Himmelsstürmern“ bestens aufgehoben! Außerdem stellen Pothamus (Foto: Céline Gladiné) ihr im Februar erschienenes Sludge/Post-Metal-Album „Abur“ vor.
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· Fr, 11.4., 20 Uhr, P8
Iro Rantala – Hel Trio
Zum ersten Mal seit der Auflösung seiner Kultband Trio Töykeät 2008 präsentiert Iro Rantala seine Musik wieder im Format eines klassischen Pianotrios. Sein Hel Trio besteht aus dem britischen Bassist Conor Chaplin, seines Zeichens Mitglied der mit dem „Mercury Prize“ nominierten Band Dinosaur, und dem schwedisch-norwegischen Schlagzeuger Anton Eger. Von dem klassisch geschulten Meisterpianisten mit dem Schalk im Nacken darf man Virtuosität mit eingängiger und nachvollziehbarer Melodik sowie Klassik und Jazz ohne heiligen Ernst erwarten. (Foto: Andreas Brandis)
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· Fr, 11.4., 20 Uhr, Tollhaus
Martin Kohlstedt
Der Komponist, Pianist und Produzent war mit seinen bisher sechs Alben und deren „Reworks“ international erfolgreich und spielt in der ersten Electronic-Listening-Liga. Neben eigenen Stücken schreibt Kohlstedt Soundtracks für Filme, Theaterstücke, Podcasts und Hörspiele. Mit der Edition Kohlstedt führt er sein eigenes Label und versucht mit einem Aufforstungsprojekt seiner Verantwortung als Artist gerecht zu werden. Zweiter Tollhaus-Floor: Cavequeen feat. Tim Koller. (Foto: Konrad Schmidt)
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· Sa, 12.4., 20 Uhr, Tollhaus
Wörth: Barock
Vergangenen Sommer ist ein schlohweißer Angus Young gottgleich mit ungebrochenem Spaß an der Sache u.a. auf dem Hockenheimring zum vermeintlich letzten Mal über deutsche Bühnen geturnt. Jetzt geht die „Pwr Up“-Welttournee überraschenderweise weiter: 37 Jahre nachdem AC/DC in der Schwarzwaldhalle ihre Höllenglocken geläutet haben, kehren die Australier open air für eines von nur drei Deutschlandkonzerten nach Karlsruhe zurück (So, 17.8., Peter-Gross-Bau-Areal, Messe Karlsruhe, Rheinstetten, Tickets: www.vaddi-concerts.de). Die langfristigere Alternative heißt aber weiterhin Barock, „Europe’s Greatest Tribute To AC/DC“. (Foto: Jana Breternitz)
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· Fr Sa, 11. 12.4., 20 Uhr, Festhalle Wörth
Gaggenau: Yasi Hofer
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Im Alter von zwölf Jahren durch Gitarrengott Steve Vai entdeckt, hat Yasi Hofer inzwischen ihr viertes Studioalbum raus. Im „Gitarre & Bass“-Magazin Ausgabe März ’23 als Platte des Monats ausgezeichnet, ist „Between The Lines“ das wohl progressivste und zugleich erdigste Werk der deutschen Gitarrenvirtuosin, die im Trio rockige Instrumentalmusik und bluesig-jazzigen Vocalsound zwischen Heavy und zeitgenössischem Dream-Pop, starke Melodien und hypnotische Grooves mit ihrer besonderen Altstimme fusioniert. (Foto: Ralf Schuck Fotografie).
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· Sa, 12.4., 20 Uhr, Klag, Gaggenau, tickets.inka-magazin.de
Buñuel
Sein relativ neues Projekt hat Eugene Robinson, Ex-Sänger von Oxbow sowie renommierter Autor und Journalist aus San Francisco, mit drei italienischen Mitstreitern aus der Noiseszene in Angriff genommen. Rau und sanft zugleich loten Buñuel auf dem neuen Album „Mansuetude“ die Extreme aus – von Thrash Metal zu Freejazz und wieder retour! Support dieser „Dudefest“-Clubshow: die aus der Region stammenden düster-intensiven, metallisch-doomigen Etterath.
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· Di, 15.4., 20.30 Uhr, Jubez
Catch Your Breath
Fürs letzte Gastspiel holen Caldera/New Noise die texanischen Alternative-Rocker Catch Your Breath ins Substage, wobei Alex Füchsel die Konzertfackel in den Club Stadtmitte weiterträgt. Mit der Single „Dial Tone“ vom 2023er Debütalbum „Shame On Me“ haben CYB weltweit Aufmerksamkeit erregt. Ihr Mix aus Alternative und Metal mit Synthiesoundscapes erinnert an den Post-HC der 2010er, aber mit moderner Note, eingängigen Hooks und schweren Gitarren. Supports auf ihrer „The Savages“-Tour: Until I Wake und Of Virtue.
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· Mi, 16.4., 19.30 Uhr, Substage („New Caldera“-Booking)
Denisa & Yantras – Great Falles, Glassing & Zhne
Wenn Denisa aus Jakarta ihre unique Mischung aus Shoegaze, Folk-Metal, Experimental und Deathrock zusammen mit den Niederländern Yantras (Experimental-Post-Doom) im P8 verschleudert haben (Do, 17.4., 20 Uhr), kommt eine Band aus Seattle als Headliner, die trotz über zehnjährigem Bestehen und unzähliger VÖs bisher nur 2024 auf Europatour waren: Great Falls mit ihrer provokant-emotionalen Mischung aus reduziertem Noise-Rock à la Shellac und vertracktem Hardcore der brachialsten Art, Passagen von dissonanter Beklemmung und wuchtigsten Breakdowns. Vornweg: die Kalifornier Glassing (Screamo-Black-Metal) und zur Eröffnung die Screamo-Newcommer Zhne aus dem Ruhrpott (Fr, 18.4., 21 Uhr). -pat · P8
Miranda And The Beat & The Courettes
2018 haben Miranda Zipse und ihr Rock’n’Roll-Quartett die New Yorker Szene aufgemischt. Mit energiegeladenen Liveshows, einer faszinierenden Frontfrau und furchtlosem Punkansatz (Mi, 16.4., 20 Uhr, Foto). Weiter geht’s mit den Bühne und Bett teilenden Flávia Couri (Bass) und Martin (Drums) und ihrem neuen Album „The Soul Of… The Fabolous Courettes“(Sa, 19.4., 21 Uhr), bevor Karlsruhes dienstältester DJ Heiko den Kultclub Katakombe auferstehen lässt (23 Uhr). -pat · Alte Hackerei
Turbostaat
Hatte sich das aus der schleswig-holsteinischen Provinz stammende Punkrockquintett mit „Uthlande“ seiner nordfriesischen Herkunft besonnen, markiert Album Nummer acht ein erneutes Wendemanöver. Das zum 25. Bandjubiläum erschienene Turbostaat-Album „Alter Zorn“ blickt produktionsseitig einmal mehr von Moses Schneider betreut kantig-kompromisslos aus der Großstadtperspektive auf ein Leben zwischen „Affenstraße“ und „Nachtschimmel“. Support: Lo Fat Orchestra, die „New Wave Hit-Machine from Schaffhausen“. (Foto: Andreas Hornoff ) -pat · So, 20.4., 21 Uhr, P8
Sumac
Dieses intensive Noise/Post-Metal-Trio ist eine Art Supergroup. Nach mehreren Kollaborationen und zahlreichen Tourneen seit der Bandgründung vor zehn Jahren haben Aaron Turner (Mamiffer, Old Man Gloom, Isis), Brian Cook (Russian Circles, Botch, These Arms Are Snakes) und Nick Yacyshyn (Baptists) jetzt hintereinander gleich zwei neue Alben raus: den Trilogie-Abschluss „The Healer“ und „The Film“, eine Kollabo mit der düster-umtriebigen Sängerin und Performerin Moor Mother. Support von Sumac bei ihrer „Dudefest“-Clubshow: die japanische Noise-Band Endon. (Foto: Nate Newton) -pat · Mi, 23.4., 20 Uhr, Jubez
Akkordeonale
Servais Haanen präsentiert 2025 bei seinem traditionsreichen Festival Inselsounds aus dem wilden Sardinien, Klassisch-Zeitgenössisches oder niederländische Klangästhetik: Mit dabei sind neben Haanen selbst die galizische Akkordeonistin Helena Sousa Estevez, der Schotte Andrew Waite, die wilde steirische Frohnatur Franziska Hatz (als Akkordeonistin, Tänzerin und Sängerin ist sie das Herz von Großmütterchen Hatz Salon Orkestar, Foto: Michael Sticher) sowie Peppino
Bande und Roberto Tangianu, beide aus Sardinien. Wieder mit dabei am Cello: die multistilistische Cellistin und Sängerin Johanna Stein aus Köln. -rw · Mi, 23.4., 20 Uhr, Tollhaus
Daevar & Cara Rose
Dieses frisch formierte Kölner Trio um Sängerin Pardis (Bass) rüttelt die Stoner/Doom-Metal-Szene mit bedrohlichen Lo-Fi-Hymnen durch! In einem Meer aus knackigem Fuzz ertränken die beiden Daevar-EPs „Delirious Rites“ (2023) und „Amber Eyes“ (’24) den Hörer mit düsteren Texturen und erhabenen Melodien (Fr, 25.4.). Tags drauf folgt die Singer/Songwriterin Cara Rose aus Glasgow (Sa, 26.4.); es übernehmen die Carambo-Legends Lola Murphy, Ellen Dellen und Lou Pine mit „Trust The Grrrls“ (Punkrock/Hip-Hop/Indietronics/Pop, 23 Uhr). -pat · 21 Uhr, Alte Hackerei
Carrousel
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Swissmade sind die „Éclaircies“ dieses Duos. Die aus der Auvergne stammende Sophie Burande und Léonard Gogniat aus dem Welschland übersetzen den Titel ihres neuen, sechsten Albums mit „Lichtblick“ – und so sorgen Carrousel weiterhin oftmals im Duett singend für einen melodiös-poetischen „Pop-Folk à la française“, der nicht erst in seinen rhythmischen Refrains den Launefaktor in die Höhe treibt! (Foto: Gaêlle Schwimmer) -pat Sa, 26.4., 20 Uhr, Tempel, tickets.inka-magazin.de
Hi! Spencer
Sven Bensmann hat wieder in den Bandmodus geschaltet. Bekannt als „Nightwash“- Sidekick oder Solo-Feelgood-Stand-up-Comedian („Yes We Sven“, „Svenomenal“) verpasst der Texter und Sänger von Hi! Spencer auch seinem Osnabrücker Indiepunkquintett ein bis dato ungekanntes Hochgefühl: Das Drittwerk „Oben“ geht lyrisch als (zweck-)optimistischstes Album so far in die Diskografie ein – ist voll von großen („Du und dieser Song“) und kleinen Lichtblicken („Würfel“). Aber auch im vollen Bewusstsein, dass das nächste Tief schon im Anflug sein könnte... -pat · Sa, 26.4., 20 Uhr, Jubez
Garea
Anonym zocken die portugiesischen Maskenmänner aus Porto ihren Black Metal. Support: die vor dem dritten Album stehenden Mainzer Monosphere mit ihrem experimentellen Sound zwischen modernem Prog, atmosphärischem Post-Metal und explosivem Metalcore. -pat · Sa, 26.4., 20 Uhr, Die Stadtmitte
Salome
Inspiriert von Künstlerinnen wie Aurora, Agnes Obel, aber auch Bands wie Yeah Yeah Yeahs verbindet die junge Singer/ Songwriterin mit klassischer Musikausbildung in ihren Indie-, Pop- und Folksongs eingängige Melodien mit poetischen Texten. (Foto: Deepankar Sarmah) -rw · So, 27.4., 18 Uhr, Mikado
Caliban
Für die deutschen Metalcoretitanen war 2024 das Singlejahr: „I Was A Happy Kid Once“, „Echoes“ und „Guilt Trip“ feat. Mental Cruelty sind intensiv wie eh und je, erkunden mit dem neuen Basser Iain Duncan, dessen klarer Gesang die Brachialität aufbricht, zugleich neue emotionale Tiefen und Klangtexturen. Supports auf Calibans „Back From Hell“-Tour sind In Hearts Wake, Cabal und Assemble The Chariots. (Foto: Sarah Schuh) -pat · So, 27.4., 19 Uhr, Substage
Eläkeläiset
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„Humppa Hallelujaa“! Wenn eingeleitet von einem knapp-knallharten Schlagzeugintro „Enter Sandman“, „Livin’ On A Prayer“ und „Ace Of Spades“ zu „Soramonttuhumppa“, „Elän Humpalla“ und„Sorvarin Humppa“ humppatieren, sind die selten nüchtern auftretenden Finnenspinner Eläkeläiset am Zug und covern die bekanntesten Chart-Ohrwürmer aus Rock, Pop und Metal im Polkastil auf Finnisch. Im 32. Jahr ihres Bestehens geht’s auf „Humppaschlag“-Tour. (Foto: Timo Isoaho) -pat · Mi, 30.4., 20 Uhr, Substage, tickets.inka-magazin.de
Delta Sleep
Ihr „Fest“-Feldbühnen-Auftritt 2023 war viel umjubelt! Jetzt kehrt die Mathrock/Indie-Band aus Canterbury bzw. mittlerweile Brighton mit ihrem sechsten Longplayer „Blue Garden“ zurück, auf dem sich der Sound losgelöst vom Konzeptalbumansatz der Vorgänger noch eingängiger, runder, jedoch stets gespickt mit heiter-wirren Soundsplittern und Singalongs gibt. Support: Delta Sleeps „Wax Bodega & Sofa Boy“-Labelkollegen Inventory (Indie, Dänemark). -pat · Mi, 30.4., 20.30 Uhr, Jubez
Make A Move
Das ging doch recht schnell: vom Indie-Act zum hallenfüllenden Groovemagnet. Eine knallige Bühnenpräsenz gepaart mit einer teils waghalsigen Show, zusammengefasst in einer großartigen Liveband – Make A Move entwickeln sich momentan vom Geheimtipp zu einem der Live-Acts des Landes! Mal bringen die Bläser wunderschöne Melodien, die wirklich nahegehen, mal liefern Bass und Schlagzeug fette Beats, die an die dunkelsten Technoclubs erinnern. Ihre überwältigende Positivität macht aus jedem Konzert ein Erlebnis, demnächst erscheint ihr zweites Album „Hol mich ab“. (Foto: Annika Krueger) -rw · Mi, 30.4., 20 Uhr, Tollhaus
Emil Brandqvist Trio
Das Trio um den schwedischen Schlagzeuger spielt in der Topliga europäischer Pianojazzformationen. Nachdem sie mit ihrem 2023er Album „Layers Of Life“ bis auf Platz zwei der Deutschen Jazzcharts vorgedrungen sind und vergangenes Jahr mit einem „Special Award“ für 50 Mio. Streams ihrer Erfolgsstücke ausgezeichnet wurden, folgt nun „Poems For Travellers“ (VÖ: 4.4.): Erstmals haben die drei Skandinavier dabei auf Gäste verzichtet und ihren beliebten Mix aus prägnanten Melodien und äußerst komplexen Arrangements als reines Trio eingespielt, wobei alle drei Bandmitglieder auch kompositorisch in Erscheinung treten. -pat · Do, 2.5., 20 Uhr, Tempel
Ausblick: Allan Taylor & J.B.O.
Seinen definitiv finalen Germany-Auftritt absolviert einer der letzten reisenden Troubadoure aus Londons pulsierender Folkszene: Singer/Songwriter Allan Taylor, der sein Album „The Road Well Travelled“ vorstellt (Sa, 24.5., 20 Uhr, Ev. Stadtkirche, Foto). Parallel holen die Erfinder des Comedy Metals ihre Jubiläumstournee nach und spielen das 95er J.B.O.-Durchbruchsalbum „Explizite Lyrik“ von vorn bis hinten (Sa, 24.5., 20 Uhr Badnerhalle, Rastatt). -pat · www.foerderkreis-kultur.de